Sie waschen, sie waschen…

Eine Sache, die mich immer sehr stört, sind Wäscheständer in der Wohnung. Da unser Balkon eher ein Windkanal ist, sind wir auf die Ständer angewiesen. Und mit dem Umzug in die neue Wohnung, mit mehr Platz, haben wir gleich einen zweiten Wäscheständer gekauft. Um noch mehr aufzuhängen.

Doch eigentlich wirken sie auf mich immer so unruhig, dieses bunte wirre Geflatter. Ich mag einfach keine Wäsche im Wohnzimmer herumstehen haben, aber im Schlafzimmer war nur Platz für einen dieser großen Ständer. Jetzt haben wir den Kleiderschrank endlich rausgeschmissen und nun wäre Platz für den zweiten… aber… ich will nicht! Hier Wäsche, da Wäsche, hier Klammern und da welche. Es nervt mich. Und es muss doch auch mit nur einem gehen. Es muss….

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Und so beschloss ich es zu versuchen: Mit nur einer Wäscheladung pro Tag sollte es möglich sein, denn die passt auf einen Ständer. Das heißt: Gut überlegen, was gewaschen wird: Bunt, dunkel oder weiß? Weiß ist nur einmal die Woche nötig, so viel ist das nicht. Dafür kommen hin und wieder die Stoffwindeln dazu, aber die passen auch zu einer großen Ladung noch hinzu. Und nun habe ich eine Woche lang täglich nur eine Maschine gewaschen und es geschafft. Somit bleibt der Wäscheständer im Schlafzimmer, das Wohnzimmer wirkt ruhiger und größer. Was ich erkannt habe:

  • Es ist nicht die viele Wäsche, es ist die Ungewohnheit, sie gleich abzunehmen. Die Wäsche landet nun schneller im Schrank, statt ewig herumzuhängen. Das macht Platz und der Wäsche tut es auch gut, sie wird nicht so steif.
  • Ich wasche nur, was wirklich dreckig ist. Klingt logisch, aber vorher bin ich oft durch die Wohnung gegangen und habe alles, was herumlag (vor allem von den Kindern) geschnappt und in die Wäsche gegeben. Nun schaue ich es mir gut an, ob es dreckig ist und lege es auch mal in den Schrank zurück. Vor allem Frau Klein hat nämlich Freude daran Klamotten zu verteilen, statt anzuziehen bzw. sich dreimal am Tag umzuziehen. Der Kleidung tut es gut nicht zu viel und vor allem unnötig gewaschen zu werden. Der Umwelt auch.
  • Achtsames Aufhängen ist viel platzsparender. Das habe ich schon länger erkannt, aber jetzt ist es noch wichtiger geworden.
  • Wäsche hängen und falten ist beruhigend. Das mag nicht jedem so gehen, aber je achtsamer und bedachter ich mit unserer Wäsche umgehe, umso mehr beruhigt mich diese Arbeit. Ich halte auch die Kleiderschränke ordentlicher und übersichtlicher.

Es mag nur ein Wäscheständer sein, der aus dem Weg geräumt ist. Aber für mich ist damit wieder ein Stück mehr Raum und Ruhe eingekehrt.

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