Struktur und Planung im Alltag

Der Alltag hat uns wieder und das ist gut so. Die großen Kinder sind nun wieder täglich in Schule und Kindergarten und ich habe wieder Luft und Zeit zum Arbeiten. Das ist auch gut so, denn die Selbständigkeit braucht Ordnung und Neuorientierung, da der geringfügige Job ab September wegfällt. Ein Ergebnis der Auseinandersetzung mit dem Thema Simple living und dem Minimieren von Dingen, die keine Freude (mehr) bereiten. Aber dazu mehr an anderer Stelle.

Nun heißt es also wieder die Zeit, die zur Verfügung steht so weit und gut zu nutzen, dass ich am Nachmittag und während der Zeiten mit den Kindern nicht dauerhaft vom “Ich würde lieber…” oder “Ich müsste noch…” gestresst bin und zufriedener und runder für sie da sein kann. Das bedarf jedoch einiger Planung.

Dafür habe ich eine Weile gebraucht. Vor allem um eine zu finden, die für mich gut passt und anwendbar ist. Das Internet ist ja voll von tollen und weniger brauchbaren Business- und Planungstools und ich habe so einige betrachtet und angeschmachtet und probiert und versucht. Ich habe auch viel bei anderen gespickt und geschaut um zu sehen, wie andere planen und arbeiten. Doch nun habe ich mein System gefunden und bin sehr zufrieden.

Ich habe mich von meinem geliebten Taschenbegleiter verabschiedet. Der war zwar wunderschön, aber zu selten in Verwendung. Vor allem, seitdem ich ein Bulletjournal begonnen habe, in dem ich ToDos verwalte, aber auch plane und Termine übersichtlich parat haben muss. In Kombination mit dem zwingend notwendigen digitalen Kalender für die Abstimmung mit dem Liepsten war der Taschenbegleiter nun wirklich zu viel und darf ein neues Zu Hause finden. Stattdessen hat sich ein neues Notizbuch zu mir gesellt, das täglich mit meinen Morning Pages gefüllt wird. Das ist nun alles.

Am Morgen, wenn die großen Kinder aus dem Haus sind, schreibe ich neben dem Baby, das dann vorzugsweise schon wieder schläft oder ansonsten mehr oder weniger zufrieden gluckst, die Morning Pages. Die helfen mir meinen wirren Kopf zu ordnen und zu sortieren und zu spüren, wie es mir geht und was mich beschäftigt und warum. Danach kann ich ruhiger und sortierter in den Tag starten.

fullsizerender-3

Es folgt ein Blick ins Bulletjournal und die Sortierung der anstehenden Aufgaben und Termine dort. Was muss heute unbedingt gemacht werden, was kann – muss aber nicht und könnte auch morgen oder im Laufe der Woche geschehen? Denn mit dem Baby muss ich einfach flexibel bleiben.

img_1895

Und dann kann ich loslegen. Egal ob Haushalt, Arbeit oder privat – im Bulletjournal wird alles geplant und übersichtlich dargestellt. Am Anfang des Monats gibt es eine einfache Übersicht über die Termine, dann folgen auf Doppelseiten die Wochen. Am Ende folgt Platz für die Monatsreflexion und die Planung des Folgemonats.

img_1916

All das kostet natürlich Zeit. Aber diese Zeit verschafft mir auch wieder Zeit. Zeit zum fokussierten Arbeiten. Zeit ohne Stress und Arbeitsgedanken mit den Kindern.

Und über allem steht die Flexibilität. Weil sich die Bedürfnisse der Kinder stetig wandeln. Und weil meine Arbeit nicht jeden Tag gleich ist. Doch genau dabei hilft mir mein System sehr.

Habt Ihr auch ein gut funktionierendes Planungssystem oder nehmt Ihr jeden Tag wie er kommt? Wie kommt Ihr gut in ein strukturiertes Arbeiten?

2 Gedanken zu „Struktur und Planung im Alltag

  1. Ich versuche gerade meinen Alltag etwas strukturierter zu gestalten. Es ist aber eine echte Herausforderung. Vor allem auch die Umsetzung der Planung 😉

    Was das strukturierte Arbeiten betrifft: ich arbeite fix zwei Tage pro Woche im Büro, dort habe ich keine Ablenkung und auch einen bereits bestehenden Aufgabenplan, das funktioniert ganz gut.

    Im Haushalt habe ich bis jetzt allerdings eher nach Notwendigkeit bzw. zeitlichen Möglichkeiten gearbeitet und weniger nach Regelmäßigkeit, das möchte ich jetzt, wo die Ferien wieder vorbei sind allerdings ändern.

    Theoretisch müsste ich jetzt viel mehr freie Zeit haben, da die Kinder ja Vormittags in der Schule bzw. im KiGa sind,… ich hoffe, dass sich das in der Praxis auch bestätigt.

  2. Ich habe seit Anfang des Jahres versucht mich besser zu organisieren, dazu gehört zB ein Essensplan und damit verbunden nicht mehr tägliches Einkaufen, weil irgendwas fehlt.
    Jetzt beginne ich zum 1. Oktober eine Vertretungsstelle mit 20 Stunden pro Woche und bin so gespannt, wie es dann klappt mit allem, was ja trotzdem zu tun ist.
    Ich freue mich immer hier deine guten Gedankenanstöße zu lesen und Tipps zu bekommen. Danke dir dafür!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *